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Ethisch Handeln

Warum ethische Geldanlage?

Wenn jemand über Geldmittel verfügt, die nicht ausgegeben, sondern für zukünftige Vorhaben zurückgelegt werden sollen, stellen sich eine Reihe von ökonomischen Fragen:
_ Wie geht das Geld nicht verloren? (Sicherheit)
_ Wie ist es dann verfügbar, wenn es gebraucht wird? (Verfügbarkeit)
_ Wie kann es Ertrag abwerfen? (Rendite)

 

Plakat Mehr bezahlt? Selber schuld!

Für immer mehr Menschen stellt sich aber zusätzlich die Frage, wie die Rendite zustande kommt bzw. welche Projekte und Aktivitäten mit der Geldanlage unterstützt werden:
_ Wird die Rendite realwirtschaftlich erbracht oder durch bloße Spekulation?
_ Ist das betreffende Unternehmen oder der Staat, der eine Anleihe begibt, sozial und ökologisch orientiert?
_ Soll ein ethisch orientiertes Finanzprodukt auch bei einem konventionellen Finanzdienstleister gekauft werden?

In der Regel wird veranlagtes Geld Unternehmen, Banken oder Staaten zur Verfügung gestellt. Diese bieten dafür Zinsen bzw. eine Gewinnbeteiligung. Unternehmen und Banken können Zinsen oder Gewinne aber nur dann auszahlen, wenn sie das überantwortete Geld wirtschaftlich effizient und gewinnbringend verwenden. Was also wird mit dem Geld finanziert, was damit poduziert und wie geschieht das? Wer gewinnt, wer verliert?

Gewinne können auf sehr unterschiedliche Weise erwirtschaftet werden und tatsächlich gibt es auch immer mehr Menschen, die Wert darauf legen, dass die Gewinnerwirtschaftung nicht auf eine Art und Weise erfolgt, die sie mit ihrem Gewissen, also mit ihren Vorstellungen von "gutem Leben" oder menschen-gerechtem Wirtschaften nicht vereinbaren können. Sie wollen ihr Geld unter ethischen Gesichtspunkten eingesetzt wissen und dazu beitragen, dass die Gewinnerwirtschaftung nicht zum Schaden von Mitmenschen oder zu Lasten der Umwelt erfolgt ("vemeidende ethische Geldanlage") bzw. ganz gezielt ein anderes, alternatives Wirtschaften fördert ("fördernde ethische Geldanlage").

Für viele ist auch klar, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt ändern müssen. Dient ihre unter ethischen Gesichtspunkten getätigte Geldanlage also dieser Veränderung, hemmt sie diese oder verfestigt sie die Strukturen sogar (z.B. Prinzip des Wachstums, der höchsten Rendite) oder ist sie eventuell neutral? Immer mehr Menschen erwarten sich jedenfalls einen positiven Steuerungseffekt durch ethische Geldanlage.


> weiter mit: "Ist Geld- und Vermögensbesitz bzw. Geldanlage
nicht schon an sich problematisch?"


 

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