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Aktie

Ist die Verbriefung einer Beteiligung am Grundkapital einer Aktiengesellschaft.
Der Aktienkurs spiegelt Angebot und Nachfrage wider und repräsentiert den Wert der Aktiengesellschaft.

Man unterscheidet.
_ Inhaberaktien (Eigentümer sind nicht namentlich genannt, häufigste Aktienkategorie, an der Börse gehandel - "europäisch") und
_ Namensaktien (auf den Namen des Eigentümers ausgestellt, seltenere Aktienart, wird außerhalb der Börse gehandelt - "US-amerikanisch")
_ Stammaktien (stimmberechtigt)
_ Vorzugsaktie (nicht stimmberechtigt, dafür üblicherweise höhere Dividendenzahlung; sind mittlerweile seltener geworden)

Aktien werden üblicherweise an einer Wertpapierbörse gehandelt. Es wird zwischen "amtlichem Handel", "geregeltem Freiverkehr" und "drittem Markt" unterschieden. An der Börse können Aktien jederzeit gekauft und verkauft werden. Die Transaktion verläuft nicht direkt zwischen Käufer und Verkäufer, sondern über einen Wertpapierhändler. Hauptsächlich fungieren die Banken als Händler.

Junge Aktien sind jene, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft neu ausgegeben werden.

Es gibt aber auch Aktien, die nicht an der Börse notieren (der Kauf und Verkauf ist direkt zwischen AktionärInnen möglich, aber technisch schwieriger).

Wie entsteht die Rendite?
Die Rendite entsteht durch die Differenz zwischen Kauf und Verkauf zuzüglich etwaiger Dividendenzahlungen (Dividende ist der laut Beschluss der Hauptversammlung an die Aktionäre ausgeschüttete Gewinn) oder sonstiger Ausschüttungen. (Anm. Rendite ist immer pro Zeiteinheit, üblicherweise 1 Jahr)

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Steuerung
Bei der Emission von Aktien oder bei Kaptialerhöhungen wird dem Unternehmen unmittelbar Geld zugeführt. Es ist also zu beachten, wofür eine Aktiengesellschaft das "frische Geld" verwenden wird. Es können etwa Forschungen, Investitionen oder aber auch Firmenkäufe dadurch finanziert werden.

Primärmarkt ist eine andere Bezeichnung für Emissionsmarkt, d.h. die erstmalige Ausgabe von Wertpapieren und deren Verkauf an Anleger. Der Sekundärmarkt ist jener Markt, an dem bereits emittierte Wertpapiere zwischen Investoren gehandelt werden - im Wesentlichen bestimmen diese Transaktionen das tägliche Börsegeschäft.

Beim Kauf bereits im Handel befindlicher Aktien werden diese von einem anderen Investor - und nicht vom Unternehmen selbst - erworben. Der Kauf oder Verkauf von Aktien beeinflusst deren Kurswert. Besteht überwiegend Nachfrage nach Aktien, steigt der Kurs, überwiegt hingegen das Angebot, sinkt dieser. Diese Aktienkursveränderung hat keinen direkten Einfluss auf das Unternehmen - es hat das Kapital ja schon bei der Emission der Aktien bekommen.
Ein steigender oder sinkender Aktienkurs jedoch indirekte Auswirkungen auf ein Unternehmen (Image, Kosten der zusätzlichen Kapitalaufbringung usw.) und bei Indexbetrachtung seit einigen Jahren auch auf ganze Volkswirtschaften. Diese Effekte sind für das ethisch-orientierte Investment entscheidend, da Unternehmen und Länder prinzipiell an steigenden Aktienkursen interessiert sind. Je mehr Menschen ethische Kriterien beim Kauf und Verkauf von Aktien berücksichtigen und dadurch den Aktienkurs beeinflussen, desto eher werden verschiedene Akteure diese Kriterien in ihrer Geschäftspolitik berücksichtigen.

Im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich die Behaltedauer von Aktien deutlich reduziert. Für ethisch-orientierte Investoren ist das Thema des häufigen Kaufs und Verkaufs von Aktien von Relevanz. Denn eine stetig wachsende Volatilität auf den Aktienmärkten kann. nach Meinung verschiedener ExpertInnen, negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Für ethisch-orientierte Investoren empfiehlt es sich daher, Aktien längerfristig zu halten.

Über das Aktionärsstimmrecht kann bei der Hauptversammlung Einfluss auf das jeweilige Unternehmen genommen werden.

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Sicherheit
Der Kursverlauf von Aktien hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, weshalb Aktien eine Geldanlageform mit höherer Volatilität darstellen, deshalb besteht ein höheres Risiko (das bedeutet höhere Verlust- bzw. Gewinnmöglichkeiten). Somit besteht bei einem Aktieninvestment keinerlei Garantie auf Kursgewinne.

Hochhaus mit Blick auf PCsUnter den kurzbestimmenden Faktoren sind etwa zu nennen:
Politische bzw. volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen, das Urteil von Analysten über die Situation bzw. das Entwicklungspotential eines Unternehmens, aber auch das Herdenverhalten vieler InvestorInnen, wodurch bestimmte Kursentwicklungen noch verstärkt werden (Hausse/Baisse) und u.U. wiederum zum Anlass von Panik-(Ver-)Käufen werden können.

Langfristig ist mit einem branchenmäßig und regional (bezogen auf Wirtschaftszonen) gut gestreuten Aktieninvestment das Risiko am niedrigsten und eine Rendite (nach Steuer und Inflation) am sichersten.

Zu erwähnen ist jedenfalls, dass im Prinzip jede Aktiengesellschaft in Konkurs gehen kann, womit sämtliches eingesetztes Kapital verloren wäre. Eine Kapitalherabsetzung - wenn eine Aktiengesellschaft in Schwierigkeiten ist - wiederum kann zu einer Herabsetzung des Nennwertes einer Aktie führen. Das Geld ist zwar nicht ganz verloren, aber der nominale Wert der Aktien geringer.

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