Fonds
> Aktienfonds
> Ethik-Fonds
> Gemischter Fonds
> Hedge-Fonds
> Immobilienfonds
> Investmentfonds
> Ökofonds
Aktienfonds
Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds > , der ausschließlich oder überweigend in Aktiengesellschaften investiert. Aktienfonds können sowohl branchenmäßig als auch regional unterschiedlich breit veranlagt bzw. "gestreut" sein, oder bestimmte Schwerpunktsetzungen aufweisen, wie zum Beispiel die Beschränkung auf bestimmte Länder, Regionen, Währungen, Branchen oder Themen.
Rendite
Differenz zwischen Kauf und Verkauf der Fondsanteile zuzüglich etwaiger Ausschüttungen pro Zeiteinheit (meist ein Jahr).
Steuerung
Eine Steuerungsmöglichkeit besteht dann, wenn es sich um ethisch-orientierte Aktienfonds, also einen Ethik-Fonds >, handelt, ansonsten durch Nutzung des Stimmrechts auf Hauptversammlungen der betreffenden Aktiengesellschaften.
Sicherheit
Ein Aktienfonds bietet AnlegerInnen die Möglichkeit, sich auch mit relativ geringem Katpitaleinsatz an ausgewählten Märkten zu beteiligen. Obwohl Aktienfonds prinzipiell denselben Risiken wie der direkte Aktienhandel unterliegen, ist ihr Gesamtrisiko augrund ihrer Streuung in der Regel geringer als bei einer Direktinvestition in nur eine oder wenige Aktien.
Ethik-Fonds
Ethik-Fonds sind Investmentfonds > , die in Unternehmen investieren, welche kultur-, sozial- und umweltverträglich agieren oder produzieren.
Ethik-Fonds gibt es als Aktienfonds, als Rentenfonds (Anleihenfonds) oder als gemischte Fonds.
Dabei werden mit Hilfe von
_ absoluten und/oder relativen Negativkriterien (z.B. Verletzung von Menschen- oder internationalen Arbeitsrechten, Produktion von Kernkraft, Rüstungsgütern, Gen- oder Biotechnologie; relativ meint, dass ein bestimmter Prozentsatz "negativen Verhaltens" am Umsatz toleriert wird, z.B. 5%)
und/oder
_ Positivkriterien (Antidiskriminierungsmaßnahmen, betriebliche Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Anwendung ressourcenschonender Technologien...)
Beteiligungen an Wirtschaftsweisen vermieden, die aus ethischen Gründen abzulehnen bzw. solchen gefördert, die aus ethischen Gründen wünschenswert sind.
Die meisten Untersuchungen zu diesem Thema ergeben, dass es keine signifikanten Renditeunterschiede zu hermkömmlichen Fonds gibt.
Gemischter Fonds
Fonds, die entsprechend ihren Anlagebedindungen in verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen,...) investieren können. Meist sind Höchstgrenzen für den Aktien- oder Rentenanteil angegeben.
Hedge-Fonds
Hedge-Fonds bezeichnen unterschiedliche Strategien und Methoden zur Erzielung eines "absolute returns". Damit ist eine maximale Gewinnerzielung gemeint, die unabhängig von der üblichen Börsensituation zu erwirtschaften ist.
Hedge-Fonds sind im Wesentlichen keinen gesetzlichen Regelungen unterworfen, nicht verpflichtet, Auskunft über die getätigten Geschäfte zu leisten und häufig auf den ethisch an sich problematischen Offshore-Finanzplätzen domiziliert.
Aufgrund der grundsätzlichen Möglichkeiten von enormen Gewinnen und Totalverlust (ev. sogar Nachschusspflicht!) muss dieses Instrument äußerst sorgsam eingesetzt werden. Die gängige moderne Portfolio-Theorie empfiehlt eine Beimischung zum Portfolio. Aus ethischen Gründen sind Hedge-Fonds derzeit abzulehnen.
Mehr Informationen dazu bietet der Artikel "Profit is the Name of the Game" > www.oekom.de
Immobilien-Fonds bzw. Immobilien-Aktien
Investmentgesellschaften, deren Fondsvolumen ausschließlich in Immobilien (Grundstücke, Zinshäuser, Bürogebäude etc.) angelegt wird und die an ihre InvestorenInnen Immobilienzertifikate ausgeben.
Bei den Immobilien wird
_ nach Regionen (z.B. Österreich, Europa, weltweit) und
_ nach Nutzungsarten (Wohn-, Gewerbe-, Logistik-, Freizeit-immobilien) unterschieden.
Rendite: siehe Investmentfonds > bzw. Aktien >
Steuerung
Auch im Immobilienbereich sind ethische Themen von Relevanz:
z.B. Niedrigenergiebauten, (ökologisch orientierte) Atbausanierung statt Bauen "auf der grünen Wiese", Umgang mit Boden- und Rohstoffressourcen etc. Die Steuerungsmöglichkeiten sind gleich wie bei Investmentfonds und Aktien. Allerdings gibt es noch keine nachhaltigen Immobilienfonds.
Sicherheit
Dieses Segment bietet in der Regel gute Sicherheit, weil dahinter Sachwerte stehen (außer Investment in Immobilienentwicklungsgesellschaften). Selbstverständlich sind aber auch in diesem Bereich mögliche Kursschwankungen der Investmentfonds oder der Aktien miteinzubeziehen. Letztlich ist auch der Immobilienmarkt ein Markt, der nach Angebot und Nachfrage funktioniert (weshalb es auch zu einem Überangebot auf dem Markt kommen kann und die Mieteinnahmen nicht den Planungen entsprechen können). Bei Aktien ist besonders zu berücksichtigen, dass auch Aktienunternehmen im Immobilienbereich schon in Konkurs gegangen sind. Darum sollten als Sicherheitsstrategie nur Unternehmen gekauft werden, welche in der obersten Börsenklasse gehandelt werden.
Investment-Fonds
Von Kapitalanlage-Gesellschaften gegründete eigene Verrechnungskreise bzw. Sondervermögen (Fonds), in denen das Fondsvermögen je nach Ausrichtung und Zielsetzung entsprechend veranlagt wird (in unterschiedliche Finanzierungsinstrumente, Länder, Branchen, Unternehmen,...).
Investmentfonds sammeln Kapital von institutionellen und privaten InvestorInnen (z.B. einmalig oder regelmäßig) und stellen im Gegenzug für die Kapitalbereitstellung Fondsanteile (Investment-Zertifikate) aus.
Je nach Anlagekategorie unterscheidet man
_ Rentenfonds (investieren nur in festverzinsliche Wertpapiere > ),
_ Aktienfonds (investieren nur in Aktien > ) sowie
_ gemischte Fonds (investieren sowohl in festverzinsliche Wertpapiere als auch in Aktien).
Rendite
Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis zuzüglich Ausschüttungen abzüglich von Ausgabezuschlägen pro Zeiteinheit (meist ein Jahr)
Steuerung
Aufgrund der goßen Volumina und der breiten Kundenstreuung verfügen Investmentfonds über einen bedeutenden Hebel in Hinblick auf die Wertpapiermärkte (üblicherweise üben sie Druck auf höhere Renditen aus; "share holder value"). Die Idee von Ethik-Fonds > ist es daher, die übliche Logik der alleinigen (kurzfristigen) Renditen-Maximierung zu durchbrechen und soziale und ökologische Themen zu forcieren, so durch einen ethischen Wettbewerb.
Sicherheit
Stellen Sie sicher, dass es sich bei den Investment-Fonds um in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Investment-Fonds handelt! Diese wurden einem Zulassungsverfahren unterzogen und unterliegen einer behördlichen Aufsicht.
Die historische Kursentwicklung und abgeleitete Kennzahlen von Investment-Fonds und Wertpapieren sagt nichts über die zukünftige Entwicklung aus.
Ein wesentliches Sicherheits-Kriterium stellt die unterschiedlich breite Streuung der Fonds hinsichtlich Regionen, Branchen bzw. Anlage-Themen und natürlich asset allocation > dar. In der Regel gilt: Je breiter die Streuung, desto geringer das Risiko.
Öko-Fonds
Öko-Fonds sind Investment-Fonds, die in Unternehmen investieren, welche umweltverträglich agieren bzw. produzieren. Meist sind es Aktienfonds, seltener auch Anleihenfonds, die mit Hilfe von Negativkriterien (Kernkraft, Chlorchemie, Tierversuche, Gen- oder Biotechnologie...) und/oder Positivkriterien (alternative Energiegewinnung, Ressourcen-schonende Technologien,...) nachhaltige Wirtschaftsweisen fördern. Von Ethik-Fonds unterscheiden sich Öko-Fonds dadurch, dass sie sich auf ökologische Problembereiche konzentrieren. Verschiedene Arten von Öko-Fonds sind Umwelttechnologie-Fonds, Ökoeffizienz-Fonds, Nachhaltigkeits-Fonds oder Fonds für Ökopioniere.
Rendite und Steuerung : siehe Ethik-Fonds >
Sicherheit
Da Ökofonds in der Risikobetrachtung grundsätzlich den Branchenfonds zugeordet werden, ist besonderes Augenmerk auf die gesamt asset-allocation > der Investitionen zu legen.

