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Mikrokredite

Sind Kleinstkredite (zwischen 10 und 500 Euro) an Menschen (vorwiegend Frauen in Entwicklungsländern), die aufgrund fehlender Sicherheiten keine Möglichkeit haben, überhaupt bzw. einen für sie erschwinglichen Bankkredit zu bekommen. Diese Darlehen geben ihnen die Chance, eigene Unternehmungen aufzubauen, dadurch aus der Armut auszubrechen und Zukunftschancen für ihre Familien zu schaffen.

Mikrokreditinstitute vergeben Darlehen auch an Gruppen (z.B. Produktions- oder Verkaufsgenossenschaften), deren Mitglieder gemeinsam die Verantwortung für die pünktliche Rückzahlung der Kredite tragen.

Die Vereinten Nationen (UN) sehen in der Mikrofinanzierung ein wichtiges Instrument zur Erreichung der Millenniumsziele zur Reduktion von Armut. Sie hatten 2005 zum Jahr der Mikrokredite ausgerufen.
2006 hat Muhammad Yunus, ein Pionier auf dem Gebiet der Mikrokredite, dafür den Friedensnobelpreis erhalten.

Eine Möglichkeit, sich an diesem System zu beteiligen ist der Erwerb von Genossenschaftsanteilen an einem Mikrokreditinstitut (Abwicklung in der Regel über einen Förderverein im eigenen Land). Es gibt auch Institute, die für Mirkokredite Spenden sammeln. Mittlerweile stehen aber auch schon Fonds kommerzieller Anbieter für dieses Anliegen zur Verfügung.

Rendite
Im Fall von Genossenschaftsanteilen handelt es sich um keine fest verzinsten Sparleinlagen, sondern um Beteiligungen mit Gewinnausschüttung. Jährlich wird eine Dividende bis zu einem vorher bestimmten maximalen Zinssatz ausgeschüttet (z.B. 2%).

Sicherheit
Maiskolben im FeldEs ist darauf zu achten, dass durch Rückstellungen für zu erwartende Verluste und auf Sicherheit bedachte Veranlagungsentscheidungen das Kapital der AnlegerInnen durch die Mikrokreditgenossenschaft sorgsam abgesichert wird, wiewohl auch dann naturgemäß ein Restrisiko niemals vollständig ausgeschlossen werden kann.
Beispiel: 70% des Anlagekapitals geht in die Projekte, 30% wird fest verzinst veranlagt. Erfahrungen belegen allerdings eine außergewöhnlich hohe Rückzahlungsquote bei den KleinstkreditnehmerInnen, wodurch dieses Ethik-Instrument als relativ sicher (bei freilich geringer Rendite) gelten kann.

Die empfohlene Anlagedauer beträgt bei solchen Genossenschaftsanteilen üblicherweise mehrere Jahre und sollte beim jeweiligen Anbieter erfragt werden. Rückkäufe sind dann möglich, wenn eine genügend große Zahl von Kaufinteressenten vorhanden ist.

Je nach Institut gibt es unterschiedliche Bindungsfristen des veranlagten Kapitals. In der Regel stellt dessen Liquidierung außer bei größeren Summen aber kein gravierendes Problem dar.


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Alte Marktfrau hinter PfirsichenOikocredit