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Presseaussendungen

31.05.2010 - Dem Interesse für ethisch-nachhaltige Investments nachzukommen verlangt Fachwissen von AnlageberaterInnen
15.12.2009 - Mehr AnlageberaterInnen mit Ethik-Kompetenz für nachhaltige Geldanlage
21.09.2009 - AnlageberaterInnen erwerben Kompetenz für ethische Geldanlage
14.07.2009 - AnlageberaterInnen erwerben Ethik-Kompetenz
26.06.2009 - Kirchliche Kompetenz in ethischer Geldanlage
26.03.2009 - Nachhaltiger Finanzmarkt - Jetzt!
18.03.2009 - Ethische Geldanlage: ksoe-Lehrgang


Presseaussendung

Dem Interesse für ethisch-nachhaltige Investments nachzukommen verlangt Fachwissen von AnlageberaterInnen

Beim Lehrgang „Geld und Ethik“ der ksoe - Katholische Sozialakademie Österreichs spezialisieren sich FinanzdienstleisterInnen auf ethische-nachhaltige Veranlagung

Bereits zum vierten Mal staret am 27. Oktober der Lehrgang GELD UND ETHIK der ksoe. Bis Dezember 2010 qualifizieren sich MitarbeiterInnen von Banken und unabhängige AnlageberaterInnen in drei zweitägigen Modulen in Wien für die Beratung über ethisch-nachhaltiges Investment.

Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa zufolge wünschen sich 63% der Befragten ethisch-nachhaltige Geldanlagen und sind dafür auch mit weniger REndite einverstanden. Dr. Klaus Gabriel, Schäftsführer des Corporate Responsibility Interface Center (CRIC), Verein für ethisch orientierte InvestorInnen, ergänzt: "Die Praxis zeigt, dass ethisch-nachhaltige Geldanlage nicht notwendigerweise geringere Renditen erbringt! Vielmehr generieren ethisch-nachhaltige Geldanlagen einen zusätzlichen Mehrwert, indem sie sozial verantwortliche und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaftsweisen fördern."

"Das wachsende Interesse der AnlegerInnen für ethisches Investment steht jedoch in eklatantem Widerspruch zum Informations- und Beratungsangeobt seitens der Banken und in der unabhängigen Anlageberatung," weist Dr. Markus Schlagnitweit von der ksoe und Vorsitzender von CRIC, auf ein Marktdefziti hin. "Im Finanzdienstleistungsbereich herrscht deutlicher AUfholbedarf an nachhaltigen Anlageprodukten, Fachwissen sowie entsprechender Beratungskompetenz." Gefragt ist vertieftes Know-how über Formen ethisch orienterter Geldanlage und deren Potenzial, über Trends und Entwicklungen am Markt, Funktionsweisen von Ethik-Rating-Agenturen aber auch über die Ausrichtung von Investmentmöglichkeiten an den spezifischen ethischen Werten der KundInnen.

ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis vermitteln Grundlagenwissen über Ethik und Nachhaltigkeit, verschiedene Ansätze und Strategien in der ethischen Geldanlage und im ethischen Rating sowie über die Motive nachhaltig orientierter AnlegerInnen und behandlen die entsprechende Produktvielfalt.

Dr. Klaus Gabriel, Sozial- und Wirtschaftsethiker an der Unversität Wien und CRIC-Geschäftsführer und Mag.a Marianne Prenner, Politologin und Erwachsenenbildnerin an der ksoe, begleiten den Lehrgang.

Die AbsolventInnen werden auf Wunsch aufgenommen in die Listen "AnlageberaterInnen mit Ehtikkompetenz" auf dieser Informationsplattform sowie auf der website von ÖGUT und Lebensministerium www.gruenesgeld.at.

 

Presseaussendung

Mehr AnlageberaterInnen mit Ethik-Kompetenz für nachhaltige Geldanlage

FinanzdienstleisterInnen spezialisierten sich auf ethische Veranlagung im Lehrgang „Geld und Ethik“ der ksoe - Katholische Sozialakademie Österreichs

Mit dem Abschluss des ksoe -Lehrgangs „Geld und Ethik für FinanzdienstleisterInnen“ vergangene Woche stehen KundInnen, die ihr Geld ethisch und nachhaltig anlegen wollen, wieder mehr AnlageberaterInnen mit Ethikkompetenz zur Verfügung. Bei drei zweitägigen Modulen von Oktober bis Dezember in Wien haben sich unabhängige FinanzdienstleisterInnen sowie Bankmitarbeiter auf die Beratung über Formen und Produkte sozial und ökologisch verantwortlicher Geldanlage spezialisiert.

Diese praxisnahe Ausbildung, begleitet von Dr. Klaus Gabriel (Sozial- und Wirtschaftsethiker der Universität Wien und Vorsitzender des Corporate Responsibility Interface Center, Verein für ethisch orientierte InvestorInnen) und Mag.a Marianne Prenner (Politologin und Erwachsenenbildnerin ksoe ), wurde zum zweiten Mal für diese Zielgruppe angeboten.

Die Finanzkrise erschüttert das Vertrauen vieler AnlegerInnen in herkömmliche Anlageprodukte und stärkt das Interesse an ethisch-nachhaltiger Geldanlage, bei der die Ethik den Referenzrahmen des magischen Dreiecks von Risiko – Liquidität – Rendite bildet. „Die aktuelle Situation in der Finanzwirtschaft zeigt, dass Ethik und Nachhaltigkeit nicht nur zusätzliche Aspekte, sondern fundamentale Grundlagen einer jeden Geldanlage sein müssen,“ so Klaus Gabriel. Als Bindeglied zwischen entsprechender Nachfrage und Angebot kommt FinanzdienstleisterInnen eine neue und verantwortungsvolle Aufgabe zu, die theoretische und praktische Fachkompetenz erfordert.

Stimmen von LehrgangsabsolventInnen:

„Durch den Lehrgang „Geld und Ethik“ fühle ich mich in der Lage, mit meinen Kunden die Diskussion über sozial und ökologisch verantwortliche Geldanlagen anzustoßen und ihnen aufgrund fundierter Recherche maßgeschneiderte Empfehlungen auszusprechen. Das Referententeam hat es geschafft, dass ich die heterogene Produktwelt analysieren und mit individuellen Wertvorstellungen beurteilen kann.“ Daniela Kaiser, Consilias GmbH & Co. KG, Stuttgart

„Der Lehrgang hat mir als selbstständiger Vermögensberater und Lebenscoach zusätzliche Klarheit verschafft, wie ich Kunden, die heute durch die Finanz- und Wirtschaftskrise stark verunsichert sind, Antworten geben und Perspektiven eröffnen kann, die sowohl hilfreich für ihre allgemeine Lebensplanung und  im Besonderen in ihrer Finanz – und Veranlagungsgestaltung sind. Sicherheit durch nachhaltiges und ethisches Engagement wird der zukünftige Leitspruch bei meiner Beratungstätigkeit sein.“ Ing. Peter Eigler, CFP, Ipe.finance, Salzburg

 „Im Lehrgang ‚Geld und Ethik‘ habe ich einen umfassenden Zugang zum Thema ‚nachhaltige bzw. ethische Investments‘ erhalten. Die Bewertung einzelner Fonds hinsichtlich Investmentansatz und ethischer Kriterien ermöglicht mir nunmehr in meinen Kundengesprächen jene Veranlagungsformen anzubieten, die den jeweiligen Kundenwünschen entsprechen bzw. am nächsten kommen. Weiters hat mich die Darstellung ethisch-nachhaltiger Rating-Ansätze von der Qualität des nachhaltigen Investments überzeugt.“ Philipp Müller, Landes-Hypothekenbank Graz

Interessierte AnlegerInnen finden die ‚AnlageberaterInnen mit Ethikkompetenz‘, die bisherigen und demnächst auch die neuen AbsolventInnen, auf der ksoe -Informationsplattform www.geldundethik.org und auf der gemeinsamen Website von ÖGUT und Lebensministerium www.gruenesgeld.at .

Wien, 15.12.2009

Presseaussendung

AnlageberaterInnen erwerben Kompetenz für ethische Geldanlage

Utl: Qualifikation zur Beratung über ethisch-nachhaltige Veranlagung kurz vor dem Start.

Am 20. Oktober startet der Lehrgang GELD UND ETHIK der Katholischen Sozialakademie Östereichs (ksoe), bei dem MitarbeiterInnen von Banken sowie unabhängige FinanzdienstleisterInnen bis Dezember 2009 in Wien Ethikkompetenz erwerben können. ExptertInnen aus Wissenschaft und Praxis behandeln bei drei zweitägigen Modulen aktuelle Erfordernisse in der Anlageberatung.

Mit dem Ruf nach mehr Ehtik am Finanzmarkt geschieht auch ein Umdenken hin zu ethisch orientierter Geldveranlagung bei institutionellen Investoren wie Kirchen oder Non-Profit-Organisationen sowie bei Privatanlegern. "Diese erhöhte Sensibilität triftt jedoch oft genug nicht auf eine entsprechende Beratungskompetenz", weiß ksoe-Direktor Dr. Markus Schlagnitweit aus zahlreichen Kontakten zu ethisch orientierten InvestorInnen. "Das Wissen über Finanzmarkt-Ethik ist in der Beraterbranche oft von erstaunlicher Naivität und Oberflächlichkeit. Hier orte ich gravierende Mängel in den einschlägigen Ausbildungen." Mit dem wachsenden Markt des ethisch-nachhaltigen Investments verändern sich ja auch die Anforderungen an FinanzdienstleisterInnen in der Anlageberatung entscheidend: Gefragt ist vertieftes Know-How über Formen ethisch orientierter Geldanlage und deren Potential, über Trends und Ausrichtung von Investmentmöglichkeiten an den spezifischen ethsichen Werten der KundInnen.

Ziel des Lehrgangs ist es, Fachkompetenz zur Beurteilung, Vermittlung und Umsetzung ethischer bzw. nachhaltiger Geldanlagen zu entwickeln. Entsprechend sind die Lehrgangsinhalte: Grundlagenwissen über Ethik und Nachhaltigkeit, die Kenntnis verschiedener Ansätze in der ethischen Galdanlage und im ethischen Rating sowie Wissen über die Motive ethisch orientierter AnlegerInnen und entsprechende Produktvielfalt.

Dr. Klaus Gabriel, Experte für ethische Geldanlage an der Universität Wien, und Mag.a Marianne Prenner, Politologin und Erwachsenenbildnerin an der Katholischen Sozialakademie Österreichs, begleiten den Lehrgang.

Nach erfolgreicher Absolvierung des Lehrgangs besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, auf der ksoe- Informationsplattform www.geldundethik.org sowie auf der Seite von ÖGUT und Lebensministerium www.gruenesgeld.at als "AnlageberaterInnen mit Ethikkompetenz" gelistet zu werden.

Frühbucherbonus bis 25.9.!

Informationen zum Lehrgang >


Presseaussendung

AnlageberaterInnen erwerben Ethik-Kompetenz

Utl: Lehrgang qualifiziert zur Beratung über ethische Geldanlagen (Oktober – Dezember 2009). Wachsende KundInnen-Orientierung an Ethik und Nachhaltigkeit erfordert spezifische Kompetenzen auf BeraterInnen-Seite.

Eine Qualifikation zur Beratung über ethische Geldanlagen können AnlageberaterInnen von Oktober bis Dezember 2009 erwerben. Der Lehrgang GELD UND ETHIK der ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) umfasst drei zweitägige Module und findet in Wien statt. Er richtet sich an MitarbeiterInnen von Banken wie auch an unabhängige FinanzdienstleisterInnen.

„In der Finanzkrise steigt das Interesse von AnlegerInnen an ethischem bzw. nachhaltigem Investment“, stellt Dr. Markus Schlagnitweit, Experte für ethisch orientierte Geldanlagen und Direktor der ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) fest. „Institutionelle Investoren wie Kirchen oder Non-Profit-Organisationen sowie private AnlegerInnen verfolgen bei ihren Anlageentscheidungen zunehmend soziale, ökologische oder auch kulturelle Ziele. Zu erkennen ist dies u.a. an der steigenden Zahl nachhaltiger Publikumsfonds.“ „Woran es auf BeraterInnen-Seite bisher noch mangelt, ist die Fachkompetenz zur Beurteilung, Vermittlung und Umsetzung ethischer bzw. nachhaltiger Geldanlagen“, so Schlagnitweit.

Die Inhalte des Lehrgangs sind: Grundlagenwissen über Ethik und Nachhaltigkeit; Kenntnis verschiedener Ansätze in der ethischen Geldanlage und im ethisch-nachhaltigen Rating; Wissen über die Motive bzw. Werte ethisch orientierter AnlegerInnen; Arten, Formen und Produkte ethischen Investments.

Die Lehrgangsleitung und -begleitung liegt bei Dr. Klaus Gabriel und Mag.a Marianne Prenner. Gabriel ist Experte für ethische Geldanlage an der Universität Wien, Prenner Politologin und Erwachsenenbildnerin an der Kath. Sozialakademie. ExpertInnen am Lehrgang kommen aus den Bereichen Banken, Rating und Wissenschaft.

Nach erfolgreicher Lehrgangs-Absolvierung besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, als „AnlageberaterInnen mit Ethikkompetenz“ auf der ksoe- Informationsplattform www.geldundethik.org sowie auf der Seite von ÖGUT und Lebensministerium www.gruenesgeld.at gelistet zu werden.

Der Lehrgang findet im Rahmen der Bildungs- und Informationsinitiative GELD UND ETHIK der ksoe (Kath. Soziaakademie Österreichs) statt. In diesem Rahmen wurden seit 2006 bereits zwei Lehrgänge für kirchliche und gemeinnützige InvestorInnen und ein Lehrgang für FinanzdienstleisterInnen durchgeführt.

Informationen zum Lehrgang >


Presseaussendung

Kirchliche Kompetenz in ethischer Geldanlage

Utl.: Kirchliche Finanzverantwortliche schließen zweiten Durchgang des Lehrgangs GELD UND ETHIK der Kath. Sozialakademie Österreichs erfolgreich ab.

Den zweiten Durchgang von GELD UND ETHIK - einem Lehrgang der ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) zu ethischer Geldanlage für kirchliche und gemeinnützige Organisationen - haben soeben sechs Finanzverantwortliche aus dem kirchlichen Bereich abgeschlossen. „Das Thema brennt kirchlichen Finanzverantwortlichen förmlich unter den  Nägeln - das ist deutlich zu spüren“, erklärt Marianne Prenner (ksoe), die gemeinsam mit Klaus Gabriel (Universität Wien) den Lehrgang leitet. „Die Finanzkrise hat die ethischen Fragen im Zusammenhang mit Geld deutlich in den Vordergrund gerückt“.

In vier zweitägigen Modulen haben die TeilnehmerInnen aus den Bereichen Orden, Entwicklungszusammenarbeit, Mission, Caritas und Jugendorganisationen die Finanzkrise analysiert und Instrumente der ethischen Geldanlage kennen und beurteilen gelernt. Dabei wurden sowohl unterschiedliche Ethik- und Nachhaltigkeitskonzepte untersucht als auch Strategien der Umsetzung ethischer Geldanlagen konzipiert.

Der Lehrgang bietet Orientierung im Finanzsystem und im breiten Spektrum der (ethischen) Veranlagungsformen. Klaus Gabriel: „Es gab im aktuellen Lehrgang ein großes Bedürfnis nach Aufklärung: Wie konnte es zur Finanz- und Wirtschaftskrise kommen? Was können kirchliche Organisationen tun? Wie können sie konkret verantwortlich handeln und gleichzeitig ihren wirtschaftlichen Erfordernissen Rechnung tragen?“

Sr. Gertrude Rut Zemsauer cps, Provinzökonomin der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut, erklärt die Motivation für die Teilnahme am Lehrgang: „Unsere Geldanlage hat mit besonderer Bedachtnahme zu erfolgen. Die eingesetzten Mittel sollen Ertrag bringen, eine höhere Rendite darf aber nicht zu Lasten von Menschen, Umwelt, Frieden und Gerechtigkeit erfolgen.“ Was sie vom Lehrgang für ihre Arbeit mitnimmt: „Mehr Sensibilität und kritisches Hinterfragen, sowie mehr  Einsicht in und besseres Wissen über die verschiedenen Produkte, die angeboten werden. Es ist mir nun möglich, unsere Bedürfnisse von Finanzanlagen besser formulieren zu können.“

Dem Wirtschaftsleiter der Caritas St. Pölten Leopold Wimmer bot der Lehrgang „wertvolle Informationen über Geldmarktprodukte“ und „bessere Grundlagen für Entscheidungen“. Für die Caritas bedeutet ethisches Investment: „Darauf zu achten, dass nicht in Firmen investiert wird, die ausbeuterische Arbeitsweisen bei der Herstellung ihrer Produkte anwenden“ und „Firmen und Strategien zu unterstützen, die menschenwürdiges Arbeiten und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen praktizieren“. Mit kurz- und mittelfristig veranlagten Mitteln sollen genauso die Ziele der Caritas verfolgt werden: Menschen zu helfen und Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern.

Der nächste GELD UND ETHIK-Lehrgang wird wieder für FinanzdienstleisterInnen stattfinden und von Oktober bis Dezember durchgeführt werden. InteressentInnen an einem nächsten Lehrgang für kirchliche Finanzverantwortliche wenden sich bitte an marianne.prenner@ksoe.at oder Tel: 01-310 51 59.


Presseaussendung

Nachhaltiger Finanzmarkt - Jetzt!

 

Utl.: 40 Expertinnen und Experten haben 7-Punkte-Programm entwickelt
Erfolgsprämien von Managern an nachhaltige Kriterien knüpfen

Wien (OTS) - Noch nie waren die Chancen auf einen nachhaltigen Finanzmarkt so groß wie jetzt. Davon sind 40 österreichische Expertinnen und Experten der Plattform "Ethisch-ökologische Veranlagung" der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) überzeugt. Sie haben dafür ein Kommunique mit einem 7-Punkte-Programm für Österreich entworfen. Vorgeschlagen werden darin unter anderem einie Bundesanleihe Klimaschutz sowie die Ausrichtung von Erfolgsprämien für Managerinnen und Manager an nachhaltigen Kriterien. Staatliche Subventionen, Zuschüsse und Förderungen sollten bei Finanzanlagen künftig ebenfalls an ökologische und soziale Kriterien geknüpft werden.

Das 7-Punkte Programm lässt sich von der österreichischen Regierung im Alleingang sofort umsetzen. Im ExpertInnen-Papier findet sich auch ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Realisierung einen nachhaltigen Finanzmarktes, das nur im internationalen Kontext möglich ist. Hier könnte Österreich Überzeugungsarbeit leisten.

Im Österreich-Paktet schlagen die Expertinnen und Experten beispielsweise vor, eine "Bundesanleihe Klimaschutz" aufzulegen. "Es handelt sich dabei um eine sichere Veranlagungsform", ist Katharina Sammer, Leiterin der Plattform überzeugt. "Gleichzeitig steht damit Geld zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wie etwa für die thermische Sanierung zur Verfügung, was sich positiv auf die Konjunktur auswirken würde."

Ein weiterer Vorschlag zielt darauf ab, Managergehälter bei Betrieben mit Staatseinfluss an das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen zu koppeln. "Damit schaffen wir ein Bewusstsein, dass Führungskräfte nicht nur eine Verantwortung für das Unternehmen, sondern auch für Gesellschaft und Umwelt tragen", erläutert Klaus Gabriel, Vorstand des Vereins für ethisch orientierte Investoren (CRIC). "Zudem sollten staatliche Förderungen von Finanzanlagen, wenn überhaupt, nur dann gewährt werden, wenn sie in nachprüfbarer Weise vordefinierte soziale und ökologische Kriterien erfüllen", sagt Markus Schlagnitweit, Direktor der Katholischen Sozialakademie (ksoe). "Vor allem Geldanlagen in Betrieblichen Vorsorgekassen und Pensionskassen sollten als verantwortungsvolle und zukunftsfähige Anlageformen Nachhaltigkeitskriterien einhalten", ergänzt Wolfgang Pinner, Vorsitzender des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG)/Österreich.

Die derzeitige Krise ist eine große Chance, endlich wirksame Regeln für eine soziale und ökologische Verantwortung des Finanzmarkts durchzusetzen. "Wirtschaftlicher Erfolg darf nicht mehr nur in Geld gemessen werden", so WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger.

Die Mitglieder der Plattform befassen sich seit 2001 mit Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft. Das Kommunique wird unterstützt von CRIC, ksoe, FNG/Österreich und WWF.
> das vollständige Kommunique


Pressemitteilung

Ethische Geldanlage: ksoe-Lehrgang für kirchliche Finanzverantwortliche vor dem Start

Utl.: Schlagnitweit: Kirchen sollen ethische Vorbildfunktion aktiv wahrnehmen

Ende April startet zum zweiten Mal ein ksoe-Lehrgang "GELD UND ETHIK. Ethische Geldanalge" für Finanzverantwortliche in kirchlichen und gemeinnützigen Einrichtigungen. Die Zielgruppe umfasst Diözesen, Orden, Einrichtungen der EZA oder Caritas genauso wie andere kirchliche oder gemeinnützigen Einrichtungen, die aus verschiedenen Gründen (z.B. MitarbeiterInnen-Vorsorge) Geld anzulegen haben.

"Für kirchliche und gemeinnützige Organisationen stellt sich aktuell mehr denn je die Frage, wie eine den ethischen Werten und Zielsetzungen der eigenen Einrichtung entsprechende Geldveranlagung auszusehen hat. Diese Einrichtungen müssen nicht nur ihren finanziellen Handlungsspielraum erhalten, sie haben überdies eine ethische Vorbildfunktion in der Gesellschaft, die sie aktiv wahrnehmen sollten", betont Dr. Markus Schlagnitweit, Direktor der ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) und Experte für ethisch orientierte Geldanlagen. "Nachhaltige bzw. ethische Geldanlagen bewältigen laut Expertenmeinung die aktuelle Krise außerdem ökonomisch besser als konventionelle Anlagen. "

Der Lehrgang "Ethische Geldanlage" für Finanzverantwortliche in kirchlichen und gemeinnützigen Organisationen vermittelt in vier zweitätigen Modulen in der Zeit von 21. April bis 26. Juni 2009 in Linz die nötige Fachkompetenz, um ethische bzw. nachhaltige Veranlagungen in die Praxis umzusetzen. Dazu gehört das Wissen um die Anwendbarkeit unterschiedlicher Instrumente der ethischen Geldanlage genauso wie etwa um verschiedene Ethik- und Ratingansätze.

Der Lehrgang orientiert sich methodisch und inhaltlich stark an der praktischen Anwendbarkeit des erworbenen Wissens sowie an den spezifischen Bedürfnissen der Teilnehmenden. Dazu zählen einerseits unterschiedliche Spiritualitäten und Gründungsaufträge, andererseits die spezifischen ökonomischen Erfordernisse. Es erfolgen Theorieinputs und Gespräche mit ausgewählten FachrefertInnen und ExpertInnen. Die Lehrgangsleitung und -begleitung liegt bei Dr. Klaus Gabriel und Mag.a Marianne Prenner. Der frühere Banker und jetzt an der Universität Wien tätige Sozialethiker Gabriel ist Experte für ethische Geldanlagen sowie Vorsitzender von CRIC (Corporate Responsibility Interface Center), der größten deutschsprachigen Plattform für ethisch orientierte InvestorInnen, Prenner ist Politologin und Erwachsenenbildnerin an der Kath. Sozialakademie.

Die ksoe (kath. Sozialakademie Österreichs) hat 2006 die Bildungs- und Informationsinitiative "GELD UND ETHIK" gestartet. Dabei werden Lehrgänge (auch für professsionelle Finanzdienstleister) angeboten sowie Grundinformationen ( www.geldundethik.org) zur Verfügung gestellt.

"Neben der strukturellen Frage einer zukunftsfähigen Finanzarchitektur kommt auch der individuellen Ebene, auf der private und instituionelle InvestorInnen - wie die Kirchen - agieren, große Bedeutung für ein nachhaltiges Wirtschaften zu. Durch ihr individuelles Anlageverhalten entscheiden sie mit, in welche Richtung die Wirtschaft gesteuert wird", so der Sozial- und Wirtschaftsethiker Schlagnitweit abschließend.

 

 

 

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