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Sonderbeilagen

Serie im Börsenkurier:

Ausgabe Nr. 50, 11.12.2008: Finanzielle Ausgrenzung vermeiden (Leitartikel) >
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Die Sonderbeilage wird vom Börsenkurier zur Verfügung gestellt und redaktionell betreut. Die ksoe ist dabei in einem Beirat eingebunden.

FINANZIELLE AUSGRENZUNG VERMEIDEN
Den Zugang zu adäquaten Finanzdienstleistungen garantieren

Mehrere Millionen Menschen sind in Europa derzeit vom Zugang zu Finanzdienstleistungen ausgegrenzt. Allein in Österreich verfügen mindestens 50.000 Personen über kein eigenes Bankkonto.

Dem hochdifferenzierten Angebot komplexer Finanzdienstleistungen stehen im 21. Jahrhundert eine Vielzahl an Menschen gegenüber, die von deren Inanspruchnahme ausgegrenzt sind. Die meisten davon sind auch von Armut betroffen und verfügen nicht einmal über ein einfaches Bankkonto. Für Menschen mit niedrigem Einkommen gibt es meist auch keine adäquaten Kreditangebote. Vielmehr stürzen viele durch leichtfertig vergebene Kredite in Überschuldung, anstatt beim Aufbau wirtschaftlicher Unabhängigkeit und der Suche nach Auswegen aus der Armut unterstützt zu werden.

Europaweit bemühen sich Schuldenberatungs-Organisationen, Konsumentschutz-Verbände und Sozialbanken darum, gemeinsam mit zuständigen PolitikerInnen Lösungen zu entwickeln.

Dabei geht es um den gesicherten Zugang zu einem Girokonto, das heutzutage Bedingung für soziale und wirtschaftliche Teilhabe ist und nur in wenigen Ländern gesetzlich garantiert wird. Spezielle Sozialkredite und -darlehen, z.B. in Form von Mikrokrediten, sollten jenen zur Verfügung stehen, die sie brauchen, müssen jedoch von einer spezifischen Hilfs- und Beratungsstruktur unterstützt werden, um die bewusste, verantwortliche und effektive Nutzung zu garantieren. Darüber hinaus sind gesetzliche Regelungen für verantwortungsvolle Kreditvergabe notwendig, die auf Basis der geteilten Verantwortlichkeit von KonsumentInnen und FinanzdienstleisterInnen verbindliche Standards, Normen und Kosten festlegen.

Viele konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Überschuldung und finanzieller Ausgrenzung wurden in den letzten Jahren von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Europäischen Netzwerk gegen Überschuldung ECDN, der Euopäischen Koalition für verantwortliche Kreditvergabe ECRC und dem European Microfinance Network EMN vogestellt und auch umgesetzt.

Um den nachhaltigen Zugang aller BürgerInnen zu adäquaten Finanzdienstleistungen zu sichern, vraucht es der Unterstützung durch verantwortliche PolitikerInnen und nicht zuletzt von den Finanzdienstleistungs-Anbietern selbst.

Michaela Moser nach oben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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