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Sonderbeilagen

Serie im Börsenkurier:

Ausgabe Nr. 25, 18.6.2009: Nachhaltiges Reisen (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 21, 21.5.2009: Wann kommt es zum Kipp-Effekt? (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 17, 23.4.2009: zu Nahrungsmittel u.a.
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Ausgabe Nr. 13, 26.3.2009: Reform für Finanzmarktarchitektur (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 8, 19.02.2009: Wirtschaften jenseits der Renditemaximierung (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 4, 22.01.2009: Natur- und sozialverträgliche Immobilienanlagen (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 50, 11.12.2008: Finanzielle Ausgrenzung vermeiden (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 47, 20.11.2008: Guter und gerechter Lohn (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 43, 23.10.2008: Wohin die Hilfe fließt (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 39, 25.9.2008: Was sagen die Parteien? (Leitartikel) >
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Die Sonderbeilage wird vom Börsenkurier zur Verfügung gestellt und redaktionell betreut. Die ksoe ist dabei in einem Beirat eingebunden.

Eine neue Form des Tourismus ist im Entstehen : NACHHALTIGES REISEN

Der Begriff "nachhaltiger Tourismus" wird immer häufiger verwendet. Darunter werden Formen des Tourismus verstanden, die sozial gerecht, kulturell angepasst, ökologisch tragfähig und insbesondere für die ortsansässige Bevölkerung wirtschaftlich sinnvoll und ergiebig sind.

In einer von der ÖGUT in Kooperation mit tatwort GmbH 2008 durchgeführten Machbarkeitsstudie im Auftrag des Lebensministeriums zu nachhaltigen Dienstleistungen konnten für die Tourismusbranche im europäischen Raum zahlreiche Nachhaltigkeits-Labels identifiziert werden. Die Branche unterteilt sich dabei in Gastronomie und Unterkünfte, Reisevermittler und -veranstalter sowie in touristische Plätze und Angebote.

Im Bereich der Gastronomiebetriebe und Beherbergungs-unternehmen gibt es international gesehen eine große Anzahl von Umwelt- und Nachhaltigkeits-Labels bzw. Zertifizierungen. In Österreich sind die Dachmarke "Bio-Hotels" und das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusbetriebe die bekanntesten und am weitesten verbreiteten Zertifizierungen. Die meisten Labels und Zertifizierungen zielen sowohl auf die Nachhaltigkeit im Unternehmen selbst als auch auf nachhaltige Produkte, die die Betriebe einsetzen oder anbieten. Kriterien auf Unternehmensebene sind beispielsweise die Erstellung eines Umweltkonzepts, effiziente und Ressourcen schonenende Wasser- und Energieversorgung, Abfallvermeidung und -trennung, die Schulung und Sensibilisierung der MitarbeiterInnen für umweltbewusstes Verhalten etc. Kriterien im Bereich nachhaltige Angebote beziehen sich z.B. auf die Ausstattung der Zimmer mit umweltverträglichen Materialien oder das Angebot von regionalen und biologisch produzierten Lebensmitteln.

Besonders im deutschsprachigen Raum finden sich einige Dachmarken und Zertifizierungen für "Nachhaltige" Reisevermittler und -veranstalter. Hauptsächlich betreffen die Kriterien die angebotenen Reisen und Unterkünfte, wobei beispielsweise eine möglichst umweltschondende Anreise sowie ökologische, soziale und ökonomische Aspekte in der Zieldestination beachtet werden. Darunter fallen u.a. umweltzertifizierte Unterkünfte, Unterstützung einheimischer Familienbetriebe, Bewusstseinsbildung der Reisenden hinsichtlich kultureller Unterschiede, ökologische Besonderheiten und Naturschutz in der Region (z.B. keine ökologisch problematischen Aktivitäten wie Motorsport oder Heliskiing in sensiblen Gebieten). Manche Dachmarken, wie "forum anders reisen" inkludieren auch die Nachhaltigkeit im Reisebüro selbst, was sich beispielsweise im Druck der Kataloge auf Recyclingpapier oder der fairen Entlohnung der MitarbeiterInnen ausdrückt.

Vereinzelt werden auch touristische Angebote wie Touren, Orte (Bstp.: Alpine Pearls), Sehenswürdigkeiten und Destinationen wie Strände und Häfen für ihre nachhaltige Ausrichtung ausgezeichnet.

Bei Zertifizierungen in Europa stehen meist ökologische Kriterien im Vordergrund, während im internationalen Kontext auch die soziale Dimension der Nachhaltigkeit betont wird - z.B. "Fairer" Tourismus in so genannten Entwicklungsländern.


(Mag.a Andrea Ebner-Pladerer, Expertin für Nachhaltigen Konsum in der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik - ÖGUT))

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