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Sonderbeilagen

Serie im Börsenkurier:

Ausgabe Nr. 51, 17.12.2009: Konsum-Ethik (EthikKommentar) >
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Ausgabe Nr. 47, 19.11.2009: Treffen europäischer Nachhaltigkeitsbanken (Bericht) >
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Ausgabe Nr. 43, 22.10.2009: Geld und Energie (Gastkommentar) >
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Ausgabe Nr. 38, 17.9.2009: Ethik der Beratung (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 25, 18.6.2009: Nachhaltiges Reisen (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 21, 21.5.2009: Wann kommt es zum Kipp-Effekt? (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 17, 23.4.2009: zu Nahrungsmittel u.a.
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Ausgabe Nr. 13, 26.3.2009: Reform für Finanzmarktarchitektur (Leitartikel) >
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Ausgabe Nr. 8, 19.02.2009: Wirtschaften jenseits der Renditemaximierung (Leitartikel) >
download gesamte Sonderbeilage 8/2009/06 >

Ausgabe Nr. 4, 22.01.2009: Natur- und sozialverträgliche Immobilienanlagen (Leitartikel) >
download gesamte Sonderbeilage 4/2009/06 >

Ausgabe Nr. 50, 11.12.2008: Finanzielle Ausgrenzung vermeiden (Leitartikel) >
download gesamte Sonderbeilage 50/2008/06 >

Ausgabe Nr. 47, 20.11.2008: Guter und gerechter Lohn (Leitartikel) >
download gesamte Sonderbeilage 47/2008/06 >

Ausgabe Nr. 43, 23.10.2008: Wohin die Hilfe fließt (Leitartikel) >
download gesamte Sonderbeilage 43/02>

Ausgabe Nr. 39, 25.9.2008: Was sagen die Parteien? (Leitartikel) >
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Die Sonderbeilage wird vom Börsenkurier zur Verfügung gestellt und redaktionell betreut. Die ksoe ist dabei in einem Beirat eingebunden.

Konsum-Ethik

Das Vorweihnachtsgeschäft ist für den Handel nicht nur der Jahresendspurt, sondern in manchen Sektoren auch existenzsichernder Geschäftshöhepunkt (Stichwort "Black Friday"). Konsum ist - darin sind sich alle Krisenbewältiger einig - der Lebenssaft unserer Wirtschaft. Geht der Konsum gut, geht's der Wirtschaft gut. Ob's dann auch den Menschen wirklich gut geht, ist schon nicht mehr so sicher.

Die Textil- und Elektronik-Branche produzieren bekanntlich oft in Billigstlohnländern unter Sozial-, Umwelt- und/oder Menschenrechtsstandards, welche die Konsumenten niemals im eigenen Land akzeptieren würden. Der oft frappierend niedrige Preis ist hier ein Indikator. Ganz anders in den vor Weihnachten besonders beliebten Hochpreissektoren, etwa Schmuck und Luxus: Hier verraten die hohen Preise gar nichts und hüllt man sich hinsichtlich möglicher Problemzonen auch noch weitgehend in noble Intrasparenz: Oder wussten Sie etwa, dass ein Goldring nicht nur eine Stange Geld kostet, sondern auch bis zu zehn und mehr (!) Tonnen zum Teil hochgiftigen Abraummaterials und entsprechenden Verbrauch der Ressource "Land" zur Folge hat? Gold als nachhaltige Wertanlage? Es darf jedenfalls angenommen werden, dass der hohe Preis nicht wirklich der Abgeltung aller "Neben"-Kosten dient.

Vielleicht irritiert folgender Gedanke heilsam: Geschenke sind Zeichen der Liebe und Wertschätzung. Die Beschenkten sollen sich freuen und das Geschenk gerne verwenden. Aber kann man etwa Blutdiamanten wirklich mit Stolz tragen? Vielleicht lässt sich umgekehrt die Freude des Beschenkten noch dadurch steigern, wenn er weiß, dass das Geschenk unter fairen Arbeits-, Handels- und Umweltbedingungen hergestellt wurde - und also auch die Menschen, die dafür gearbeitet haben, es gerne und mit Freude getan haben. Deshalb: Achten Sie nicht unbedingt auf die Marke - aber jedenfalls auf das faire Zertifikat!

 

Markus Schlagnitweit, ksoe

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Flugzeug von unten