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Grundeinkommen
- Frauenfalle oder Frauenbefreiung?
Wo Erwerbsarbeit
als unabdingbare Voraussetzung für persönliche Entfaltung
und gesellschaftliche Integration betrachtet wird, entsteht die
Befürchtung, die Sicherheit eines Grundeinkommens könnte
Frauen in Haus und Familie und damit in traditionelle Abhängigkeiten
zurückdrängen.
Mit
ebenso viel Recht kann argumentiert werden, ein sicheres Einkommen
versetze Frauen in die Lage, sich unabhängig zu machen und
eigene Entscheidungen zu treffen.
Die
Grundeinkommensdiskussion trägt dazu bei, an die Gestaltung
des Sozialstaates den (feministischen) Anspruch zu stellen, nicht
nur armutsvermeidend, sondern auch freiheitsvermehrend zu wirken:
die Freiheit von Frauen in der Wahl ihrer Lebensentwürfe soll
größer werden. Hier setzt auch die Suche nach möglichen
geschlechter-gerechten Kriterien für Modelle der Grundsicherung,
insbesondere auch für das Grundeinkommen, an. Ganz allgemein
lässt sich sagen, dass jene Modelle geschlechtergerechter sind,
die sich dem doppelten Anspruch der Armutsvermeidung und der Freiheitsmehrung
stellen. Darüberhinaus ist die Rechtssicherheit, mit der solche
Modelle umgesetzt werden sollen, ein weiteres wesentliches Kriterium,
sowie die Bezugnahme auf individuelle Ansprüche.
Sozialstaat
feministisch betrachtet.
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