Chronik eines Sommers
Ein Film von Sebastian Bobik
Ein Filmdozent und seine Student:innen sollten im Auftrag der Katholischen Sozialakademie (ksœ) einen Film über sozialen Frieden machen, doch der Regisseur zweifelt am Zustandekommen des Projekts. Er befragt an einem einzigen Drehtag im August 2025 vier junge Filmstudierende über ihre Zukunftsvorstellungen. Alle sind sich einig, dass die Zukunft nicht besser sein wird als die Gegenwart. Sie erwarten eine Verschärfung von Klimakrise, sozialer Spaltung und Konflikten. Sie sehen die Gesellschaft in zwei extreme Lager driften und fühlen sich machtlos angesichts dieser Entwicklung. Sie kritisieren, dass aus der Geschichte nicht gelernt wird und rechtspopulistische Tendenzen zunehmen. Auf die Frage nach ihrer Wunschgesellschaft antworten sie zögerlich. Sie haben utopische Träume von Frieden und Gerechtigkeit, zögern aber, diese konkret zu formulieren. Der Regisseur reflektiert über filmische Darstellungsformen und wie die Kamera falsche Erwartungen erzeugen kann. Eine Studentin hat Angst, missverstanden zu werden, und niemand fühlt sich ermächtigt, die eigenen Wünsche in die Tat umzusetzen. Der Film endet mit der Erkenntnis, dass die wahre Utopie nicht im fertigen Film liegt, sondern im gemeinsamen Schaffensprozess selbst.
Der Film "Chronik eines Sommers" von Sebastian Bobik wurde im Rahmen des ksœ-Zukunftsforums im November 2025 im Admiralkino gezeigt. Die anschließende Podiumsdiskussion mit Othmar Karas, Linda Kreuzer, Leokadia Grolmus, Sebastian Bobik und Christian Rathner wurde als Podcast-Folge veröffentlicht.



