ksoe Nachrichten 2016 03

Wirtschaftsethik: Über das, was jedem Menschen zusteht (Autor: Sebastian Thieme)

Europa: Dialog - eine Lebensfrage für die Kirche und Europa (Ungarn, Polen)

Ernährung: Wem dient das globale Ernährungssystem? (Autorin: Margit Fischer)


Mosaik: Europäisierung der Armutsbekämpfung | Leihmutterschaft | Zuerst der Sonntag

Diese Ausgabe (2016_03) der ksoe-Nachrichten (8 Seiten, A4, Euro 2 plus Porto) erscheint am 23.03.2016

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Zur österreichischen Flüchtlingspolitik
Gegen kalkulierte Politik der Angst

Schutz von Menschen in Not

Beim Umgang mit den gegenwärtigen Fluchtmigrationen gibt es unterschiedliche, wiederstreitende Ansätze und Positionen. Eines muss aber außer Streit und im Vordergrund stehen: der Schutz von Menschen in Not, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung auf der Flucht sind. Dieses ethische Prinzip bildet ein Kernelement des Christentums, der Humanität und der modernen Menschenrechtskultur. Es greift schon lange vor dme Bereich der völkerrechtlichen Verpflichtungen, die sich aus der Genfer Flüchtlingskonvention ergeben.

Gemeinsamer europäischer Weg

Alle politischen Anstrengungen sollten jetzt darauf gerichtet sein, einen gemeinsamen, europäischen Weg bei der Bewältigung der humanitären Herausforderung durch die Fluchtbewegungen zu finden. Eine weitblickende Politik muss bei gemeinsamen Lösungen der Europäischen Union ansetzen, nicht zuletzt was die Fluchtursachen und die Lage der Flüchtlinge in den Nachbarländern der Bürgerkriegsgebiete betrifft. Eine Politik kurzfristiger nationaler Interessen und einseitger Maßnahmen, die eine Schwächung der EU und eine Destabilisierung anderer Mitgliedsländer riskiert, ist nicht zukunftsfähig.

Sachbezogener, verantwortungsvoller Umgang

Nur ein sachbezogener, verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Flucht und Asyl entspricht europäischen Werten. Im Gegensatz dazu sehen wir Akteure, die fremdenfeindliche Ressentiments schüren, missgünstige Gerüchte über Flüchtlinge verbreiten und offen gegen AsylbewerberInnen und ihre Unterbringung in Österreich auftreten - nicht zuletzt um davon im politischen Wettbewerb zu profitieren. Eine solche kalkulierte Politik der Angst und der Inhumanität lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab.

 

Offizielle Stellungnahme hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter der Theologischen Fakultäten und der katholischen Kirche, darunter auch zahltreicher Ordensleute, unterzeichnet am 8. März 2016 >




 

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