
Erster deutschsprachiger Kongress
über bedingungsloses Grundeinkommen
thematisiert soziale Innovation für
das 21. Jahrhundert.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet
für alle Menschen, dass sie unabhängig
von Erwerbsarbeit und Bedarfsprüfung ein existenzsicherndes Einkommen
erhalten und eine
Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben möglich ist. Für
den Süden war „Entwicklung“
schon immer ein uneingelöstesVersprechen. Doch heute wird weltweit
klar, dass selbst
erwerbstätige Menschen nicht mehr vor Armut sicher sind. Andere
Wege und Instrumente sind
angesagt.
Genug zum Leben haben, nicht jeden Job um jeden Preis
annehmen müssen, das ist die
Stoßrichtung.„In Freiheit tätig sein“, so lautet
daher das Motto des Kongresses
Grundeinkommen 2005, der von 7.- 9. Oktober in Wien stattfinden
wird.
!!!!! AKTUELL
!!!!!
Proceedings des Kongress "Grundeinkommen 2005: In Freiheit tätig
sein"!
PRESSEMITTEILUNG
Traum von der Vollbeschäftigung
ist ausgeträumt.
Erster Grundeinkommen-Kongress in Wien voller Erfolg.
ACHTUNG! Der Kongress
ist ausgebucht! Wir können keine weiteren Anmeldungen
annehmen! Eine Teilnahme ist noch bei den philosophischen Cafés
am Samstag Abend
(keine Anmeldung, freier Eintritt), beim Workshop "Grundeinkommen
als Projekt zur
Armutsbekämpfung" (Samstag, 20-22 Uhr, Unicampus, keine Anmeldung,
freier Eintritt)
und bei der Zukunftsmatinée am Sonntag möglich (keine Anmeldung,
Teilnahmebeitrag nach
Selbsteinschätzung)!
HINWEIS: Der
Workshop "Grundeinkommen als Projekt zur Armutsbekämpfung"
mit
Eduardo Suplicy findet am Samstag, 8.10., von 20-22 Uhr am Universitätscampus
statt
(keine Anmeldung erforderlich)!
Samstag, 8.10.2005, 20 - 22 Uhr
Grundeinkommen als Projekt zur Armutsbekämpfung
Welchen Beitrag kann Grundeinkommen als Instrument zur
Armutsbekämpfung in den Ländern des Südens leisten?
Workshop mit Eduardo Suplicy (Brasilien) und Andreas Novy (Wien)
Moderation: Mag.Gerlinde Schein, ksoe
Ort: Universitätscampus Wien, Hörsaal A (2.2), HOF 2, Spitalgasse
2, 1090 Wien
Keine Anmeldung erforderlich, freier Eintritt zum Workshop
Achtung: Der Workshop wird in englischer Sprache abgehalten!
Eduardo Suplicy, Universitätsprofessor, Senator der brasilianischen
Arbeiterpartei und Vizepräsident
von BIEN – Basic Income Earth Network
Dr. Andreas Novy, ao.Univ.Prof. am Institut für Regional-
und Umweltwirtschaft der Wirtschaftsuniversität
Wien, Wissenschaftlicher Leiter des Paulo Freire Zentrum.
Forschungsinteressen: Brasilien, internationale politische Ökonomie,
Volksbildung und Aktionsforschung,
Sozioökonomische Innovation, Vergleichende Entwicklungsstudien,
u.a.
AKTUELL:
Texte zum Kongress "Grundeinkommen
2005: In Freiheit tätig sein"!
Warum Grundeinkommen?
- Grundeinkommen ist ein Menschenrecht, das die gesellschaftliche
Teilhabe für alle ermöglicht.
- Heute nimmt bei hohem Produktivitäts- und niedrigem
Wirtschaftswachstum die
Erwerbsarbeitslosigkeit zu. Einkommen und Erwerbsarbeit müssen
daher schrittweise
entkoppelt werden.
- Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit. Gesellschaftlich
unbezahlte aber wichtige Arbeit wird
durch ein Grundeinkommen erleichtert und aufgewertet.
- Grundeinkommen schafft den Raum, in dem sich die
Lust auf Tätigkeit und Kreativität entfalten
können.
- In der modernen High-Tech-Produktion ist es immer
weniger möglich, Wertschöpfung einer
individuellen „Leistung“ zuzuordnen. Alle greifen verstärkt
auf das in Verfahren und Technologie
gespeicherte Wissen vergangener Generationen sowie auf Netzwerk-Kooperation
zurück.
Grundeinkommen trägt dem Rechnung.
- Grundeinkommen macht es ArbeitnehmerInnen leichter
eigene Wünsche und Vorstellungen im
Arbeitsmarkt durchzusetzen, weil sie nicht auf jeden miesen Job angewiesen
sind.
- Die enorme Produktivität der modernen Industriegesellschaft
und der gesellschaftliche Reichtum
weltweit macht die Finanzierung eines existenzsichernden Grundeinkommens
möglich.
- Eine in Freiheit tätige Gesellschaft muss allen
Erwerbsarbeit ermöglichen, die das wollen:
Arbeitsumverteilung und Mindestlöhne sind notwendige Ergänzungen
eines Grundeinkommens.
Was am Kongress geschieht
Der Kongress Grundeinkommen behandelt die zentralen
Fragen der Einführung eines
Grundeinkommens, sowohl im EU-Raum als auch weltweit. ExpertInnen, AktivistInnen
und
ein interessiertes Publikum treffen sich, um soziale Innovationen zu
diskutieren und für eine breite
Öffentlichkeit zugänglich zu machen. BefürworterInnen
und GegnerInnen finden einen Ort, um sich
produktiv auszutauschen und einander näherzukommen.
Der Kongress will einen Innovationsschub für die
stagnierende gesellschafts- und sozialpolitische
Debatte bringen. Dazu werden auf zwei öffentlichen Podien und in
zahlreichen Workshops die
verschiedenen Aspekte eines Grundeinkommens kontrovers diskutiert. Dabei
geht es u.a. um:
- Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Förderung alternativer Wirtschaftsweisen und
solidarische Ökonomien
- Rolle der sozialen Bewegungen/Gewerkschaften
- Recht auf Existenzsicherung
- Soziale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert
Die Frage der Globalisierung der Wirtschaft und der
Reichtumsverteilung zwischen Nord und Süd steht
genauso auf dem Programm wie die Debatte um die Daseinsvorsorge durch
Sozialversicherung und
öffentliche Güter. |