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Ist
Grundeinkommen finanzierbar?
In jeder Gesellschaft,
die über die Voraussetzungen verfügt, allen ihren Mitgliedern
das Lebensnotwendige zu sicher, ist Grundeinkommen finanzierbar,
so die Überzeugung der ÖkonomInnen. Voraussetzung dafür
ist der politische Wille, basierend auf einer breiten demokratischen
Willensbildung.
Um
zu berechnen, was Grundeinkommen in einer bestimmten Gesellschaft
- zum Beispiel in Österreich - kosten würde, ist eine
Reihe von Fragen zu klären: Wie hoch soll Grundeinkommen sein?
Für alle gleich oder z.B. nach Alter gestaffelt? Wie soll es
in das Steuersystem integriert werden? Welche bestehenden Sozialleistungen
werden überflüssig (z.B. Kinderbeihilfe, wenn Grundeinkommen
für Kinder höher ist, oder finanzielle Unterstützung
im Sozialhilfebereich)?
Ein
Teil des Grundeinkommens würde sich durch ein gewisses Maß
an Wirtschaftswachstum selbst bezahlen. Wo mehr Geld ausgegeben
wird, werden Steuern und Abgaben in die öffentlichen Kassen
zurückfließen.
Wenn
es allerdings darum geht, wirtschaftliche Veränderungen abzusichern
und gesellschaftliche Entwicklungen zu ermöglichen, sind tiefergreifende
Änderungen auch in der Verteilung von Einkommen und Steuern
erforderlich.
Die
Einführung eines vollen, existenzsichernden Grundeinkommens
wird bedeutende Veränderungen in der Struktur des Sozial- und
Steuerstaates notwendig machen.
Da
schon eine größere Steuerreform Veränderungen mit
sich bringt, die im vorhinein nicht voll abzuschätzen sind,
sollte bei der Einführung eines Grundeinkommens an klar vorausgeplante
Einzelschritte gedacht werden. Diese müssten so geplant werden,
dass jeder Schritt eine Verbesserung der Situation der BezieherInnen
niedriger Einkommen bedeutet.
In
Österreich wäre die Einführung eines Grundeinkommens
in Form von Absetzbeträgen denkbar, die nicht anders als Kinder-Absetzbeträge
heute, ausbezahlt oder aber mit der Steuer verrechnet würden.
Sozialstaat
im Wandel
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